Einen Moment...

Die spinnen, die Amis

homo.net Info vom 2. April 2026
von Webmaster Jan

 

Der Michael McConnell (83) heiratete am 3. September 1971 im US-Bundesstaat Minnesota auf einem Standesamt den Pat Lyn McConnell (84). Die Sachbearbeiter bemerkten nicht, dass es sich um zwei Männer handelte. Fast 50 Jahre später bestätigte ein Gericht, dass diese gleichgeschlechtliche Ehe von Anfang an gültig war. Somit sind die beiden das erste schwule Ehepaar der Geschichte und lieben sich mit 83/84 Jahren noch heute.

Die Niederlande führten vor 25 Jahren, am 1. April 2001, als erstes Land der Welt die Ehe für Alle ein. Damit begann für Millionen Schwule ein völlig neues Zeitalter der Emanzipation. Inzwischen ist die Ehe für Alle in 39 Ländern legal. Rund 1,5 Milliarden Menschen – rund 20 Prozent der Weltbevölkerung – genießen die gleichen Rechte wie alle anderen auch.

Der mächtigste Hampelmann der Welt dagegen verbreitete letzte Woche mal wieder seine homophobe Weltsicht. Im Interview mit der New York Post spekulierte Donald Trump (79), dass Irans neuer Oberster Führer Mojtaba Chamenei (56) möglicherweise schwul sei. Wenn Trump damit seinen Erzfeind Chamenei in Misskredit bringen will, ist das gleichzeitig eine Beleidigung aller Schwulen der Welt.

Kurz darauf blubbert der selbsternannte achtfache „Friedensschaffer“, mehrfache Möchtegern-Inselbesetzer und doppelte Angriffskrieger auf seinem Lieblingssender Fox News: „Kein Republikaner hat jemals so viele Stimmen von Schwulen bekommen wie ich, und darauf bin ich sehr stolz.“ Gerade einmal zwölf Prozent der LGBT-Wähler haben bei der letzten Wahl ihr Kreuz bei Trump gemacht. 86 Prozent wählten die Demokraten. Darauf ist die LGBT-Community sehr stolz.

Doch viele andere im Land schließen sich seiner homophoben Grundhaltung an:

Am 2. August 2019 wurde in das Gesetzbuch von Colorado aufgenommen, dass Therapeuten gegen das Berufsrecht verstoßen, wenn sie bei Klienten unter 18 Jahren eine Konversionstherapie durchführen. Die zuständige Behörde konnte einen solchen Verstoß mit einer Verwarnung, Auflagen, einer Suspendierung oder dem Entzug der Berufszulassung ahnden – oder den Verstoß folgenlos lassen. Die zuständige Behörde entschied sich bis heute immer fürs folgenlos lassen. Kein Therapeut wurde je behelligt.

Trotzdem fühlte sich eine „christliche“ Therapeutin durch das Gesetz in ihrer Meinungsfreiheit beschränkt. Sie klagte vor dem Obersten Gerichtshof gegen ihre beschränkte Meinung, denn das Gesetz erlaube ihr, sich so zu äußern, dass ein Klient, der sich einer Geschlechtsangleichung unterziehe, dazu ermutigt werde, es verbiete ihr jedoch, sich so zu äußern, dass ein Klient seine Identität mit seinem Geschlecht in Einklang bringe.

Der Oberste Gerichtshof gab ihr mit 8 zu 1 Stimmen Recht und entschied, dass Colorados Verbot von Konversionstherapie für Minderjährige in seiner Anwendung auf reine Gesprächstherapie gegen die Meinungsfreiheit verstößt.

Die Medien aller Welt berichten ausführlich. Die schwule Community ist außer sich und demonstriert. Colorado wird oberstgerichtlich gezwungen, ein Gesetz, das bis heute keinerlei Rechtsfolgen hatte, durch ein neues Gesetz zu ersetzen, das sicherlich auch in Zukunft keinerlei Rechtsfolgen haben wird.

Der alternative Glaube, dass es für Minderjährige besser ist, sich umzubringen, als ihr „verpfuschtes“ Leben schwul zu verbringen, ist in den USA, einer in alle Richtungen um sich schlagenden Weltmacht im Endstadium, allemal schützenswerter als unchristlich schwules Lieben.

Na dann, Frohe Ostern
Jan
Webmaster
vom homo.net Team

 

Quellenangabe

  Sende Deine Meinung zu diesem Blog an  

Weitere Blogs